„Iwan war im abgeschlossenen Raum hinterm Heizungskeller. Gemeinsam mit Parimarjan ist er dort eingedrungen. Sie haben sich – wir wissen nicht wie – Zugang zu dem dazugehörigen Schlüssel verschafft und sind mit Taschenlampen gerüstet hinein. Iwan weigert sich, uns zu erzählen, was sie dort gefunden haben. Er meint, das sei nichts für Menschen wie uns, und es wäre auch viel besser gewesen, wenn er selbst diesen Raum niemals betreten hätte.“ (Klappentext)
„Das Eigenartige Haus“ ist eine poetische Graphic Novel für alle Lesealter. Bild und Prosa erkunden und entwickeln Motive rund ums Auftauchen und Verschwinden, ums Beobachten und Beobachtetwerden und entdecken das Haus selbst als ein äusserst lebendiges Wesen.
Aquarell und Farbstift auf Papier – 20 x 30 cm
Die Texte und Bilder von „Das Eigenartige Haus“ wurden 2011 synchron und sukzessive in den Weblogs Zehn Zeilen (Sudabeh Mohafez) und Logbuch Isla Volante (Rittiner & Gomez) entwickelt und publiziert.
februar 2012, 52 s., 12 x 19 cm, klebebindung
mit 22 farbzeichnungen
isbn: 978-3-905846-19-5, €16 / 20 sfr
Am 25. August 2010 habe ich Rittiner und Gomez im KünstlerAtelier in Spiez / Schweiz besucht. Dabei habe ich mit der Kamera nicht mehr als über die Schulter geschaut. Ohne Kommentare, ohne Gespräch.
Interessante Menschen. Geistreiche Gespräche. Anregendes Ambiente. Das ist die Melange des Berner Salons. Vorbild sind die philosophischen und literarischen Salons des 18. und 19. Jahrhunderts. Dort trafen sich Denker, Dichter, Wissenschaftler und Künstler, um über Themen zu reden, die von gesellschaftlichem, politischem oder kulturellem Interesse waren. Der geistreiche Gedankenaustausch war ein Lebensstil, der in den Salons zu manch grossen Ideen führte.
Zum Comic Salon in Erlangen erschien: Panik Elektro 7
Seelen Strips
Autobiografische Comicblogs
Die sensationell umfangreiche Anthologie der deutschen Comicszene „Panik Elektro“ geht nun in die sensationell SIEBENTE Ausgabe. Doch das Engagement um die teutonische Independent-Zeichner-Szene forderte ein prominentes Opfer: Der bisherige PE-Herausgeber Thomas -Wittek- Wittke hatte 2008 seinen Rückzug von „seiner“ Anthologie bekanntgegeben. Die Zeichner Ulf Salzmann (Flausen ) und Johannes „Jojo“ Kretzschmar (Beetlebum ) und Michael -Mille- Möller (Schwarzer Turm) sind seine Nachfolger für die 7. Ausgabe mit dem schillernden Thema „Webcomics“. Der deutschlandweite Verleger bleibt weiterhin „Schwarzer Turm“.
Sarah Herwig: Wer seine Texte direkt ins Internet schreibt, hat viele Vorteile: Es geht schnell, es entstehen keine Kosten, der Umweg über einen Verlag fällt weg. Kein Wunder, ist das Internet eine Fundgrube für Literatur. Und die Formen sind vielfältig: Texte, die von einem Autorenkollektiv fortlaufend geschrieben werden, Hypertexte, die mit Links experimentieren oder literarische Weblogs – Seiten, wo Autoren in regelmässigen Abständen ihre Texte publizieren, die dann von Leserinnen und Lesern kommentiert werden können. Hartmut Abendschein ist Autor und Verleger und führt das literarische Weblog “taberna kritika” .
Hartmut Abendschein: Die Trennung zwischen dem Weblog und dem Kommentarstrang ist manchmal nicht einfach zu setzen – er wird miteinander gelesen oder verlesen und wenn sich da jemand von aussen einschaltet, dann gerät es aus den Händen des Autors – es wird vielstimmig.
Drei Künstler haben für ihre Werke den Pinsel geschwungen, eine Künstlerin hat gar zur Motorsäge gegriffen.
Maria Gerber
Bilder von üppigen, südländischen Schönheiten, in satten Farben gehalten. Verschwommene Bilder, auf den ersten Blick nur Farbkleckse, erst beim zweiten Hinschauen erkennt der Betrachter die Frauengestalten, die sich hinter dem Vorhang aus Farbe zu verstecken scheinen. Und irgendwo dazwischen filigrane Türme aus Holz. All das offenbart sich dem Besucher beim Gang durch die Räume der Galerie Doktorhaus.
Arbeiten auf Papier 20 x20 cm
Gomez: Virtuell, aber kreativ
Hinter dem Künstlerduo rittiner & Gomez stecken Anton rittiner und sein Alter-Ego Gomez. Etwas wie eine Fantasiezentrifuge sei Gomez für ihn, erklärt der Künstler, Inspiration. „Ohne Gomez hätte ich keinen Antrieb zu malen, und ich kann mich auch mal hinter dem Namen verstecken“, schmunzelt er. 60 kleine, quadratische Bilder, eine Art „Inseltagebuch“ von der fiktiven, mediterranen „Isla Volante“, auf der die Figur Gomez lebt, hängen an einer Wand. Oft Ton in Ton, in eher düsteren Farben gehalten, teils wie ein Comic aufgebaut.