Rittiner & Gomez

Ein Gespräch

„Die Zeichnung ist immer auch Fragezeichen und Widerspruch.“

Rittiner & Gomez im Gespräch mit der experimenta

Kunstraum alter Werkhof Brig
Kunstraum alter Werkhof Brig

experimenta:
Lieber Herr Rittiner, da Sie die Dezember-Ausgabe der experimenta illustrieren, würde ich Ihnen gerne einige Fragen stellen. In Bezug auf Ihre Kunst, bemerken Sie, sie sei so etwas „wie ein Seismograf, der unsere Wege und Befindlichkeiten aufzeichnet, ohne Anspruch auf Präzision oder Vollständigkeit“. Könnten Sie diesen Satz kurz erläutern?

Rittiner & Gomez:
In dem Skizzenblock, der uns mehr oder weniger immer begleitet, zeichnen wir auf, was uns gerade unter die Augen kommt. Selten gehen wir extra an einen Ort, nur um etwas festzuhalten. Dabei zeichnen wir nie alles, was wir sehen, wir lassen Sachen weg oder fügen Dinge zusammen, die uns gerade passend erscheinen. Zugleich sind sie mehr als das, was sie darstellen. Der Strich und die Art und Weise, wie wir die Skizze gestalten, zeigt mehr auf als nur das, was wir festhalten wollen. Es ist auch einer ständigen Veränderung ausgesetzt.

experimenta:
Ihr Werk ist geprägt von alltäglichen Szenen, die in einer klaren Formensprache wiedergegeben werden. Welche Rolle spielt Ihre Umgebung, sowohl die soziale als auch die natürliche, für Ihre Bilder?

Rittiner & Gomez:
Gomez hilft Rittiner dabei, dass er doch aus seinem engen Umfeld herausfindet. Was aber nicht immer gelingt.
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Kategorie: Geschrieben · Isla Volante · Presse

Kitsune

kitsune

Sudabeh Mohafez / Rittiner & Gomez

Drei Mikroromane

Edition Azur

Gemeinsam mit den Bildermachern Rittiner & Ggomez legt Sudabeh Mohafez mit ihrem zweiten Buch in der Edition azur eine ganz besondere Sammlung vor: drei Mikromane in sechzig Kapiteln mit sechzig Bildern.
„In der Ferne, die Felsen“ unternimmt eine reise an den Nullpunkt des erzählens und erkundet unser Unbehagen an Geschichten, die sich gängigen Plots verweigern. „das eigenartige Haus“ lässt zwei Menschen am Rande der Gesellschaft zu Wort kommen, deren Leben eine ganz und gar überraschende Wendung nimmt. Der Titel Roman „Kkitsune“ schließlich berichtet vom stillen Weg zurück ins Glück.
Die Koproduktion entstand vor dem Hintergrund des intensiven Austauschs von Sudabeh Mohafez und Rittiner & Gomez auf ihren Weblogs während der
jahre 2005 bis 2013.

Stimmen zu Kitsune

„Was auch in diesen Texten passiert, das ist die klangliche Komponente, das Schwingen der Texte: wie das Metrum eines Textes mit dem kongruent ist, was die Figuren antreibt. Fast automatisch wird der Leser dazu verführt, den Text plötzlich laut zu lesen, um die Stimmung noch besser zu erfassen.“
Deutschlandfunk „Büchermarkt“ zu Kitsune: Lerke von Saalfeld

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Kategorie: Comics · Isla Volante · Presse · Publikationen

Der Fulehung als Comic-Held

Der Einiger Künstler Rittiner & Gomez hat das neuste TKV-Kunstblatt gestaltet. In seiner ganz eigenen Comicbildsprache. Die auch sehr viel über den Mann dahinter verrät.

fulehung
Aquarell und Farbstift auf Papier – Fulehung

Das Kunstblatt ist über den Ausschiesset in der Galerie Hodler an der Frutigenstrasse 46A ausgestellt und kann dort ab dem 27. September oder an der TKV-Hauptversammlung am 26. September gegen Barzahlung gekauft oder reserviert werden. Der Preis beträgt 200 Franken. Das Kunstblatt wird in einer Auflage von 100 Stück hergestellt.
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Kategorie: Comics · Illustrationen · Presse · Publikationen

Simplon

SIMPLON DORF. Zum Saisonbeginn bietet das Hotel «Fletschhorn» gemäss seiner Tradition einem weiteren Künstler Raum für eine Bilderausstellung.

Diesmal ist es der Simpiler Anton Rittiner, der unter dem Namen Rittiner & Gomez in Spiez lebt und arbeitet. Seine Bilder enthalten viele versteckte Botschaften. Jedes Bild für sich genommen deutet bereits eine Handlung an. Sie zeigen einen Zustand, in dem die einzelnen Teile des Bildes jedoch miteinander kommunizieren, wie dessen Bruder Gabriel Rittiner bei der Vernissage am Samstagabend ausführte. Anton Rittiner kehrt immer wieder zu seinen Wurzeln zurück, was sich mit den ausgestellten Aquarellen über das Dorf Simplon, Ausschnitten davon und dessen Umgebung bestätigt.

Der Künstler malt Aquarelle im Comicstil. Das erlaubt ihm, Bilder im Bild zu malen. Das Bild zeigt das Ganze, die Bilder im Bild zeigen Details, Überraschendes, Spezielles oder eröffnen dem Betrachter eine andere Perspektive, eine andere Sicht. An der Vernissage lag das Büchlein «Kitsune» mit drei Mikroromanen auf, verfasst von Sudabeh Mohafez in sechzig Kapiteln und mit ebenfalls sechzig Bildern von Rittiner & Gomez illustriert. Ein Teil dieser Bilder ist Bestandteil der Ausstellung, welche im Saal des «Fletschhorn» bis Mitte Oktober besichtigt werden kann.

WB

Kategorie: Presse