Rittiner & Gomez

Bildermacher - Zeichner - Maler

Ratur Lites

zurück

Kategorie: Comics · Isla Volante

Der Fulehung als Comic-Held

Der Einiger Künstler Rittiner & Gomez hat das neuste TKV-Kunstblatt gestaltet. In seiner ganz eigenen Comicbildsprache. Die auch sehr viel über den Mann dahinter verrät.

fulehung
Aquarell und Farbstift auf Papier – Fulehung

Das Kunstblatt ist über den Ausschiesset in der Galerie Hodler an der Frutigenstrasse 46A ausgestellt und kann dort ab dem 27. September oder an der TKV-Hauptversammlung am 26. September gegen Barzahlung gekauft oder reserviert werden. Der Preis beträgt 200 Franken. Das Kunstblatt wird in einer Auflage von 100 Stück hergestellt.
weiterlesen…

Kategorie: Comics · Illustration · Presse

Bildergeschichten

Schon der erste Blick auf die Bilder von Rittiner & Gomez beflügelt die Fantasie. Es sind Bildergeschichten in einem an Comics erinnernden Stil.

kunstgalerie hodler
Acryl und Gouache auf Lleinwand – 140 x 60 cm

Die Ausstellungin der Galerie Hodler in Thun

«Diese Bilder gehören zu einer Geschichte und die dort zu einer anderen.» Das ist der erste Eindruck der neuen Ausstellung in der Thuner Galerie Hodler. Ritti­ner & Gomez, so firmiert Anton Rittiner als Künstler, beginnt zu erzählen von der Zusammenarbeit mit der Erzählerin Sudabeh Mohafez. Mohafez erzählt auf zehn Zeilen eine kurze Kurzgeschichte. Anton Rittiner malt die Bilder dazu, die wiederum Mohafez zu einer weiteren Kurzgeschichte anregen.

weiterlesen…

Kategorie: Ausstellung · Comics · Malerei · Presse

Novela Corta

Bilder der Isla Volante

Kategorie: Comics · Isla Volante

Poco Dùo

Bilder der Isla Volante

Kategorie: Comics · Isla Volante

Kategorie: Ausstellung · Comics · Malerei · Video

Literarischer Monat

Online Spezial: Autobiografische Schweizer Comics?

Eine kleine Werkschau in der Schweiz

Von: Sabine Kulenkampff
Literarischer Monat

Menschen, das ist eine Trivialität, haben ein bestimmtes Bild von sich und der Welt, in der sie leben, und möchten auf eine bestimmte Weise wahrgenommen werden. Erzählen Sie in autobiografischen Texten von sich selbst, versuchen sie natürlich, sich und die Welt auf eine bestimmte Weise darzustellen. Diese subjektive Sicht gerät nicht selten in Konflikt mit dem Wunsch der Leser oder Zuhörer, aufrichtige und authentische, an der anderweitig erfahrbaren Realität messbare Tatsachen zu erhalten. In autobiografischen Comics haben die Erzählenden neben Worten auch noch Bilder zur Verfügung, um die Leser von ihrer Sicht der Dinge zu überzeugen. Visuelle Möglichkeiten des Offenbarens, Vertuschens oder Variierens der vermeintlichen Wahrheiten kommen hinzu. Einige ausgewählte Beispiele schweizerischer Comicautoren illustrieren, wie diese ihr Leben auf dem Hintergrund ihrer regionalen Identität darstellen – oder eben gerade nicht.

Rittiner&Gomez

Ebenfalls im Wallis finden wir uns wieder, wenn wir das wunderschöne Heft «Polenta» des fiktiven Zeichnerduos rittiner&gomez aus Spiez am Thunersee betrachten. Das Spiel mit der Wahrheit betrifft hier also schon die Person des Autors, sehr wirklichkeitsgetreu ist jedoch die grafische Erzählung selbst: Ein jährlich stattfindendes, reales Fest wird gezeichnet, «mit Köchen, Wölfen, Dohlen, Guggenmusik und Gästen in Simplon-Dorf», dem Heimatort von Anton Rittiner, der, um malen zu können, sich ein Alter Ego, Gomez, erfunden und zugleich wieder durch ein «&» zum «wir» verbunden hat. Er bewohnt die Schweiz, doch zugleich die imaginäre «isla volante», einen Ort des Friedens und der Kunst, situiert im Internet und ausgestattet mit einem eigenen Literaturpreis, zahlreichen Mitmachmöglichkeiten für Leser. In «Polenta» reichen wenige Sätze, die verschachtelte, einander ebenso ergänzende wie aufhebende Bilder begleiten, um eine fast fühlbar reale Wiedergabe des dörflichen Festes und der Gefühle des Erlebenden zu erreichen, obwohl dieser weder sichtbar ist, noch kaum je «ich» sagt. Bild und Text wurden, wie im «Vorspann» des «Projektes» vorausgeschickt, aber auch bewusst kombiniert, um eine fast mystische Stimmung herzustellen: «ein Bergdorf in einer wilden Landschaft, ein kulturelles Ereignis, die Leichtigkeit des Fliegens und die geheimnisvollen Wölfe, also alles, was man sich nur wünschen kann» – der Stoff, aus dem grosse Erzählungen sind.

Sie sehen: autobiografisch, schweizerisch, komisch – das ist eine Kombination, die wohl noch viel mehr als diese fünf Varianten hervorbringt. Es gilt, das gerne zu entdecken.

Kategorie: Comics · Isla Volante · Presse

Schweizer Comic: “Polenta”

Von Sabine Kkulenkampff

Immer wenn man auf die Website von Rittiner&Gomez guckt, die ja auch eifrig twittern, gibt es irgendwas neues. Für meine kleine Schweizer Comic Serie, die ich nun endlich abschließen möchte, habe ich eine ältere Publikation ausgesucht: Polenta. Ich will gleich bekennen, dass ich das heft wunderschön finde, obgleich ich noch nie in Simplon – Dorf im Wallis war und große Töpfe mit Fleischbrühe und Polenta mir eher schrecklich erscheinen, finde ich die eigenartige Stimmung des mit wenigen Sätzen auskommenden Buches sehr berührend; daneben gibt es auch noch eine Autoreflexive ebene, die die Herstellung einer solchen Stimmung aus Wort, bild und den Komponenten “Köche, Wölfe, Dohlen, Gugenmusik und Gäste” erklärt, die das Herz jedes Literaturwissenschaftlers höher schlagen lassen. Autobiographie und Fiktion sind hier schon in der Person des Künstlers kunstvoll verwoben: das fiktionale Zeichnerduo Rittiner&Gomez lebt in Spiez am Thunersee und ist im Grunde nur eine Person: Anton Rittiner, der, um malen zu können, sich aber ein alter Ego, eben Gomez, erfunden und zugleich wieder durch ein “&” zum “wir” verbunden hat. Somit ist Simplon-Dorf nun der Heimatort beider. Sie bewohnen die Schweiz, doch zugleich die imaginäre “Isla Volante”, einen Ort des Friedens und der Kunst, situiert im Internet und ausgestattet mit einem eigenen Literaturpreis, zahlreichen Mitsprachemöglichkeiten für Leser usw. Isla Volante

In “Polenta” nun also genügen wenige Worte und die offenbar die für Rittiner&Gomez typischen, verschachtelten und einander ebenso ergänzende wie aufhebende Bilder, um eine fast fühlbar reale Wiedergabe eines dörflichen Festes und die Gefühle des Malenden und Textenden ichs zu vermitteln, obwohl dieses sich selbst nicht benennt und auch nicht bildlich hervorhebt. Eine fast mystische Stimmung wird bewusst hergestellt, wie im “Vorspann” des “Projektes” angekündigt: “Ein Bergdorf in einer wilden Landschaft, ein kulturelles Ereignis, die Leichtigkeit des Fliegens und die geheimnisvollen Wölfe, also alles, was man sich nur wünschen kann” – der Stoff, aus dem große Erzählungen sind. Das man die Authentizität des erlebenden für ebenso real halten kann wie den zur schau gestellten Kunstgriff, diese Fähigkeit zu erleben und darstellen in einer (oder doch zwei?) Zeichner- und Texterpersonen vereint, ist eine große Freude, an der ich dank Twitter immer wieder teilnehmen kann – siehe @RittinerGomez.

Sabine Kulenkampff

Kategorie: Comics · Presse