Comic „Polenta“

polenta

Das Polentafest

Seit mehreren Jahren ist es in Simplon-Dorf Tradition, dass am Samstag nach dem fetten Donnerstag auf dem Dorfplatz Polenta gekocht wird. Alle Einwohnerinnen und Einwohner, alle Heimweh-Simpeler und viele Touristen kommen zum Polentafest. Die Kochtöpfe zuhause machen Pause, auch in den Gaststuben wird Polenta gegessen, für Stimmung während des Festes sorgen mehrere Guggenmusiken und Masken. Am Abend findet in der Turnhalle ein Ball statt. Im Dorf werden in mehreren Kellern von Vereinen und Bars betrieben, da man neben dem guten Essen auch trinken will.

Stimmen zu Polenta

Was Rittiner & Gomez da geschaffen haben, ist eine kleine, aber äusserst stimmungsvolle Hommage an sein Heimatdorf Simplon-Dorf. Auch wenn sich die ganze Bildergeschichte um das Polentafäscht dreht, steht doch das Dorf und nicht der Anlass im Mittelpunkt. Passend zu den zuweilen fast magischen Bildern kommt der Text daher: knapp, karg und klar. Kein Wort zu viel, aber auch keines zu wenig. „das Thermometer sinkt wieder. letzte Schneeflocken. irgendwo Tanzmusik. oder heulte der Wolf“, lauten die Begleitworte zum letzten Bild des Buches.

Lothar Berchtold / Walliser Bote

Schneetreiben, rauchende Kamine und dann immer wieder Dohlen und Wolf – all das hinterlässt schon fast etwas mystisches. Eine Sequenz weiter Guggenmusik, kochen, Geselligkeit. in einigen Bildern entsteht so vor dem Hintergrund des Polentafäschts Spannung, die zum weiterblättern animiert.

German Escher Coop Zeitung

In “Polenta” nun also genügen wenige Worte und die offenbar die für Rittiner&Gomez typischen, verschachtelten und einander ebenso ergänzende wie aufhebende Bilder, um eine fast fühlbar reale Wiedergabe eines dörflichen Festes und die Gefühle des Malenden und Textenden ichs zu vermitteln, obwohl dieses sich selbst nicht benennt und auch nicht bildlich hervorhebt.

Sabine Kulenkampff Schweizer Monat

Kategorie: Comics · Publikationen