30 jähriges Jubiläum der Musikschule EArte in Porto Alegre
Ausstellung: 25. November – 15. Dezember 2025 EArte Porto Alegre
Maria do Carmo Both, Rua Concordia 484, 29120-140 Canoas (RS) Brasil
Trommeln
Die Trommel ist eines der ältesten Musikinstrumente der Menschheit und in praktisch allen Kulturen und Zivilisationen der Welt verbreitet. Ihre Ursprünge reichen bis in die prähistorische Zeit zurück, als die frühen Menschen hohle Stämme oder gespannte Häute nutzten, um rhythmische Klänge zu erzeugen – zunächst zur Kommunikation, später für Rituale, Feiern und religiöse Praktiken.
Die Trommel überwindet kulturelle und geografische Grenzen. Sie war und ist ein grundlegendes Instrument der Kommunikation, der Religion und der Feier des Lebens. Ihr Klang verbindet Vorfahren und neue Generationen und ist ein universelles Symbol der kulturellen Identität der Völker.
Im Laufe der Geschichte wurde die Trommel stets mit Widerstand, kultureller Identität und kollektivem Ausdruck in Verbindung gebracht. Sie ist ein Symbol für Kollektivität und Zugehörigkeit und ermöglicht es historisch marginalisierten Gruppen, ihre Identität zu bekräftigen und sich einen Platz in der Gesellschaft zu sichern. Sie war ein Instrument der afrikanischen Diaspora während der Sklaverei. In Amerika wurde die Trommel vielerorts verboten, da sie als Mittel der Kommunikation und des Widerstands galt.
Die Herstellung und Nutzung von Trommeln steht auch im Zusammenhang mit dem Umweltschutz und der Wertschätzung nachhaltiger Materialien. Viele Künstler- und Musikkollektive stellen Trommeln aus Dosen, wiederverwendeten Metallfässern und anderen recycelten Materialien her und fördern so das Bewusstsein für die Abfallentsorgung.
„Gewagte Ansichten – Zukunft auf Postkarten“ als Fortsetzung des Projekts Mail-Art in der „temporären Galerie“.
Die Einfamilienhäuser passen ja sehr gut in die Landschaft, aber sie pflastern die Erde zu, deshalb Hochhäuser und öffentlicher Verkehr.
Risky Views – The Future in Postcards
Das Projekt ist eine Fortsetzung der Mail-Art Ausstellung aus dem vergangenen Jahr. Es entwickelte sich durch die Vernetzung mit dem Verein Kulturvision Salzkammergut. Die Wissenschaftlerin Barbara Grabher von der Universität Brighton führte im Kulturhauptstadt-Jahr Gespräche mit über 50 Fahrgästen in der Salzkammergutbahn und fragte sie nach ihren Zukunftsvorstellungen für die Region. Der Multimedia-Künstler Elza Grimm aus Bad Aussee übersetzte ausgewählte Interviewstatements mithilfe künstlicher Intelligenz in eine Serie von sechs Postkartenmotiven. Diese Karten verschickte das Bartlhaus an die Absender:innen der über 300 Mail-Art-Zusendungen aus der ganzen Welt, die das Museum im vergangenen Jahr erreichten. Sie wurden gebeten, auf die Karten zu reagieren, sie zu verändern, mit ihren eigenen Zukunftsvorstellungen zu kombinieren und dann wieder an das Museum zurückzuschicken. Diese künstlerischen Antworten werden in der Ausstellung gezeigt.
Das Projekt «Gewagte Ansichten» möchte zum Nachdenken über die Zukunft anregen, eine Diskussion über den Einfluss künstlicher Intelligenz auslösen und einen Austausch zwischen globalen und lokalen Zukunftsvorstellungen schaffen.
Dieses Projekt der Universität Brighton wird vom Arts and Humanities Research Council (AHRC), einem Teil des UK Research and Innovation (UKRI), finanziert. Kulturvision SalzkammergutElza Grimm
Risky Views – Originalpostkarte
Postkarte 15 × 20 cm, die uns Bartlhaus zusandte und wir leider zerstörten.
Schriftmuseum Bartlhaus, Museumstraße 16, 4643 Pettenbach