
Mail-Art-Künstler*innen verbindet die Idee, dass Kunst nicht exklusiv oder abgeschlossen ist, sondern ein Austauschprozess über Grenzen hinweg.
Verbunden
Das Medium Post: Alle nutzen die Post (Briefe, Postkarten, Umschläge, Stempel, Collagen, Objekte), um Kunst zu verschicken – das physische Verschicken ist Teil des Werks.
Kommunikation statt Markt: Es geht mehr um Austausch, Dialog und Netzwerkbildung als um Verkaufsobjekte. Viele Werke sind Unikate oder Kleinstauflagen.
Offenheit: Mail-Art versteht sich als demokratische, oft hierarchiefreie Kunstform – jede*r kann teilnehmen, unabhängig von Ausbildung oder Status.
Netzwerkdenken: Künstler*innen weltweit sind über ihre Adressen und Postaktionen verbunden. Die „Mail-Art-Netzwerke“ bilden ein alternatives, internationales Kunstsystem.
Humor und Experiment: Mail-Art lebt von spielerischem Umgang mit Materialien, Ironie, subversiven Gesten und der Freude an ungewöhnlichen Formaten.
Dokumentation: Eingesandte Beiträge werden häufig gesammelt, in Katalogen veröffentlicht oder in Ausstellungen gezeigt – mit Rückmeldung an die Beteiligten.
Kurz: Mail-Art-Künstler*innen verbindet die Idee, dass Kunst nicht exklusiv oder abgeschlossen ist, sondern ein Austauschprozess über Grenzen hinweg.