Rittiner & Gomez

Ein Blick hinter die Kulissen

Bilder Logbuch Isla Volante
Bilder aus dem Logbuch Isla Volante

Im Gespräch mit Sandra Matteotti

Ich hörte mal, der grösste Feind des Künstlers sei nicht mangelndes Talent, sondern die Störung durch andere Menschen. Brauchen Sie zum Arbeiten Stille und Einsamkeit, oder stören Sie andere Menschen nicht?

Zu Talent können wir nichts sagen. Zum Arbeiten brauchen wir nicht Stille. Hören oft Radio oder Musik. Das mit den Menschen ist tatsächlich so eine Sache, selbes, wenn sie nicht im gleichen Raum sind, können wir nicht arbeiten.

Können Sie Ihren Weg von der ersten Idee bis hin zur fertigen Illustration beschreiben?

Meistens kommen beim Lesen eines Textes, die Bilder ganz automatisch, es gilt dann eine Auswahl zu treffen. Machen auch nie Entwürfe, lassen die Bilder quasi, aus dem Papier heraus wachsen.

Wenn sie an Ihre vergangenen Arbeiten denken: Gibt es ein Projekt, das Sie als Ihr Lieblingsprojekt bezeichnen würden? Wenn ja: Welches, und wieso?

Ewig Dein“ eine Liebesgeschichte mit einem wortlosen Comic auf 26 Bildern für die Ausstellung „Liebes Radio“ im historischen Museum Luzern. Jede Woche der Ausstellung kam ein neues Bild hinzu. Den Auftrag erhielten wir 4 Tage vor der Ausstellungseröffnung. Es war also ein Sprung in das kalte Wasser und wie die Geschichte enden würde, wussten wir beim Start noch nicht.

Das ganze Gespräch mit Sandra Matteotti auf: Kreativ Zeiten

Geschrieben · Publikation

Ausstellung · Film · Geschrieben · Isla Volante

Open Ateliers

Samstag 9. Dezember 2017
Künstlerinnen und Künstler aus Thun und der Region öffnen ihre Ateliertüren

Bericht von Manuela Hofstätter auf Lesefieber

Rittiner & Gomez sind so vieles, sie verschliessen sich keiner Ebene, sind experimentierfreudig, arbeiten im Netz und lassen Ihre Bilder in die Welt hinaus gehen. Das Atelier liegt am Ufer des Thunersees, auf drei Stockwerken bewundern wir Werke aller Art, und als wir die schöne, knarrende Holztreppe zum Atelier emporsteigen, finden wir die Künstler im Gespräch vertieft mit Ihren Gästen.
Lesesfieber.ch

Geschrieben · Presse

Von Markus a. Hediger

Corte Corto – Conto Curto

run run

[Hektik im Schneegestöber. Alles andere geht darin unter. Schritte, Rufe, klopfende Herzen. Gerüche, Düfte gefrieren zu Schneeflocken. Für jede Nuance eine eigene Form.]

„Nimm meine Hand.“

„Was hast du vor?“

„Einfach gut festhalten.“

„Weshalb die Eile?“

„Wir fliehen.“

„Wohin?“

[Im Winter spielt sich das Drama im Innern ab.]

paar

[Der erste Akt. Es ist Frühling. Kindheit.]

„Gefällt’s dir hier?“

„Weshalb hast du mich hierher gebracht?“

„Gefällt’s dir?“

„Unter diesen Bäumen sass ich oft als Kind.“

[Der laue Wind streicht durch ihr leichtes, noch dünnes Haar. Sie schliesst die Augen. Da ist ein neuer Duft. Salzig klebt er auf ihren Lippen.]

„Du bist kein Kind mehr.“

„Da hinter den Hügeln ist das Meer.“

badende

[Er küsst sie. Sie schmeckt ihn ab. Hochsommer.]

„Ich geh jetzt eine Runde schwimmen.“

[Eintauchen. Mit geschlossenen Augen unter Wasser. Er erwähnt den Herbst, doch sie hört ihn nicht. Es ist, als schwebte sie. Die Luft geht ihr aus, sie taucht auf. Öffnet die Augen.]

„Wo bist du?“

autofahrer

[Im Auto. Im Rücken das Meer, auf den Lippen ihren Geschmack. Noch immer.]

„Reife Felder“

[schreibt er in sein Tagebuch. Und:]

„Es ist Herbst.“

[Er beschleunigt seinen Wagen. Plötzlich eilt die Zeit.]

stadt

„Was für ein Zufall!“

„Wie die Zeit vergeht.“

„Ich rieche den Winter.“

[Der Winter hat keinen Geruch.]

„Es ist der Herbst. Riechst du nicht das Laub?“

quartier

[Hier sollte der erste Akt enden, damit der zweite folgen kann. Doch der Vorhang fällt nicht.]

„Es ist kalt.“

„Es ist Winter.“

„Umarme mich.“

„Küss mich.“

[Er küsst sie. Es ist Winter. Sie schmeckt ihn nicht.]

mann

[Der Vorhang fällt. Sie geht ab.]

„Das war kein Drama.“

[Er hat recht. Es waren Erinnerungen. Erinnerungen spielen sich im Innern ab. Noch ist Winter. Bald ist Frühling. Er hofft auf einen zweiten Akt.]

zu.

© Text: 2006, Markus A. Hediger, Skypaper Press, CH-8406 Winterthur
© Illustrationen: 2006, Rittiner & Gomez, CH- 3702 Hondrich

Comics · Geschrieben · Literatur · Malerei

Texte zum Bild

Texte zum Bild „Treinta“ von der 7. Sekundarklasse an der Schule Matten. Die bei einem Ausstellungsbesuch im Stadthaus Unterseen entstanden sind.

Short Cut
„Treinta“ Acryl und Farbstift auf Leinwand 30/30 cm

Ein Mann lief in die unheimliche Stadt hinein. Als er über die Strasse lief und die Menge Menschen sah, rannte er davon. Er sah eine sehr hübsche Frau. Beim Einkaufen im Warenhaus, sah er die Frau schon wieder! Das war Liebe auf den ersten Blick.

Ich spaziere alleine durch die Stadt. Ich komme an einer Ampel vorbei. Plötzlich komme ich zu einem Markt. Ich laufe durch den Markt und sehe viele Beine und Füsse. Ich komme zum Ende des Marktes, dann drehe ich mich um und alles ist verschwunden.

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Ausstellung · Geschrieben