polenta

walliserbote

zum polentafäscht in simplon-dorf schuf rittiner & gomez einen comic legen in simplon-dorf alle kochtöpfe eine pause ein, hat dies einen ganz speziellen grund: das polentafäscht geht über die bühne. der fall ist dies jeweils am samstag nach dem fetten donnerstag. zur fastnachtszeit also. aufgetragen wird dabei stets fleischbrühe. polenta, ragout sowie randen- und kartoffelsalat. und selbstverständlich fehlen beim ganzen anlass weder guggenmusiken noch masken.  das diesjährige polentafäscht von simplon-dorf ist angesagt auf den 4. märz. einen vorgeschmack auf die atmosphäre. die dabei zu herrschen pflegt. erhält. wer dieser tage dem tea-room arnold oder der raiffeisenkasse von simplon-dorf einen besuch abstattet. hier sind nämlich bilder ausgestellt. die „bildermacher“ rittiner & gomez in seinem 20-seitigen kunstheft „polenta“ zu einer bildergeschichte vereinigte. ein comic. der auch gekauft werden kann.

seit jahren schon lebt und arbeitet der „heimweh-simpler“ rittiner & gomez im bernischen hondrich. hielt er früher vor allem in aquarellen fest. was ihn beschäftigte, widmet er sich heute in erster linie der ölmalerei. regelmässig tritt er mit seinen bildern an die öffentlichkeit. wirkte auch schon als buchillustrator. regelmässig einzug in sein künstlerisches schaffen hielt immer schon sein heimatdorf simplon-dorf. dem dorf also. dem er jetzt eine stimmungsvolle bildergeschichte widmet.

die geschichte des büchleins dreht sich selbstverständlich um das polentafäscht: im einen der bilder sind eifrige köche am werk. in einem andern wird die traditionelle mahlzeit verteilt. in wiederum einem anderen gegessen. und immer wieder sind es auch bergdohlen und der wolf. die diese bilder beleben. diesem werk schnee und rauch, ihren stempel aufdrücken.  polentafäscht, wolf und bergdohlen hätten eigentlich nicht viel miteinander zu tun. findet autor und maler rittiner & gomez im geleitwort zu seiner bildergeschichte. doch als vorlage. um sich damit mit bildern und worten auseinander zusetzen. ist es natürlich wunderschön““. hält er da fest und fährt fort: „ein bergdorf in einer wilden landschaft. ein kulturelles ereignis. die leichtigkeit des fliegens und die geheimnisvollen wölfe. also alles. was man sich nur wünschen kann“.

was rittiner & gomez da geschaffen hat, ist eine kleine. aber äusserst stimmungsvolle hommage an sein heimatdorf simplon-dorf. auch wenn sich die ganze bildergeschichte um das polentafäscht dreht, steht doch das dorf und nicht der anlass im mittelpunkt. passend zu den zuweilen fast magischen bildern kommt der text daher: knapp, karg und klar. kein wort zu viel. aber auch keines zu wenig. „das thermometer sinkt wieder. letzte schneeflocken. irgendwo tanzmusik. oder heulte der wolf“, lauten die begleitworte zum letzten bild des buches.

lothar berchtold /walliserbote →

coopzeitung

eigentlich habe er nur einige karten machen wollen, erzählt rittiner & gomez, heimwehsimpieler und künstler. doch je länger er sich mit der materie beschäfftigt hat, desto stärker reifte die idee einer eigentlichen bildergeschichte, in der die geschichte des polentafäschts erzählt wird. „eigentlich ist das polentafäscht nur das instrument, etwas zu schildern“ präzisiert der “ bildermacher“.

das comic zeigt alltagssequenzen aus simplon.dorf. dazu gehören die bergdohlen ebenso wie der wolf, der bekanntlich im simplongebiet schafe gerissen und die gemüter vieler einheimischer erregt hat. rittiner & gomez geht es nicht un ein dafür oder dagegen. „aber es ist eine tatsache, dass der wolf da ist und deshalb kommt er auch in meinen bildern vor.“

schneetreiben, rauchende kamine und dann immer wieder dohlen und wolf – all das hinterlässt schon fast etwas myitisches. eine sequenz weiter guggenmusik, kochen, geselligkeit. in einigen bildern entsteht so vor dem hintergrund des polentafäschts spannung, die zum weiterblättern animiert.

german escher / coop zeitung →

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