panik elektro #7

zum comic salon in erlangen erschien: panik elektro 7

seelen-strips

seelen strips

autobiografische comicblogs

wir freuen uns, dass wir mit dem logbuch isla volante auch dabei sind.
unsere beiträge

die umfangreiche anthologie der deutschen comicszene „panik elektro“ geht nun in die  siebente ausgabe.  die zeichner ulf salzmann (flausen ) und johannes „jojo“ kretzschmar (beetlebum ) und michael -mille- möller (schwarzer turm) sind die verantwortlichen für die 7. ausgabe mit dem schillernden thema „webcomics“. der deutschlandweite verleger bleibt weiterhin „schwarzer turm“

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interview comic radio show / comic salon erlangen

panik elektro ist eine jährlich erscheinende, deutschsprachige anthologiereihe für comics. es wurde 2003 vom hamburger comiczeichner wittek ins leben gerufen und wird beim weimarer verlag schwarzer turm veröffentlicht.

jede ausgabe widmet sich einem speziellen thema, das von zeichnern der deutschen comicszene mit gastbeiträgen von internationalen comicpersönlichkeiten auf knapp 300 seiten ausgearbeitet wird. so ist aus panik elektro ein, anfangs noch belächeltes und finanziell wenig lukratives, allerdings mittlerweile umfassendes und wichtiges forum der zeitgenössischen und deutschsprachigen comicszene geworden. der siebte band seelen strips erscheint 2010 unter der redaktion von johannes kretschmar und ulf salzmann.

seelenstrips – autobiographische comic-blogs“  der untertitel ist ein pleonasmus: was sollten blogs denn anders ein als autobiographisch? das ist ihr daseinszweck, selbst wenn man kommentiert und recherchiert. es bleibt als antrieb immer wieder das bedürfnis. etwas zu leisten, was man sonst im medialen raum vermisst, und das wird natürlich durch die eigene persönlichkeit legitimiert.

Panik Elektro Band 7: Seelenstrips

Herausgegeben von Ulf Salzmann und Johannes Kretzschmar
Verlag Schwarzer Turm Weimar
400 Seiten, schwarzweiß mit Farbcover, Softcover, 16,7 x 24 cm
ISBN 978-3-934167-51-3
19,80 Euro

webcomics

die geburt des world wide webs hat auch den comiczeichnern neue wege geebnet, ihre kunst einer breiteren öffentlichkeit fernab der grenzen des prints zugängig zu machen: der webcomic als kind des internets.

diese form der elektronischen verbreitung eigener werke stellte insbesondere für unbekanntere comiczeichner und amateure eine nie da gewesene möglichkeit dar, ihr künstlerisches schaffen zu niedrigen kosten einem publikum vorzustellen, das nicht mehr nur in die computer-nerd-schublade eingeordnet werden kann. im nachhinein betrachtet, erscheint die entwicklung des webcomics ganz logisch: in kurzer zeit entwickelten sich große leserschaften, vielfältige stile und genres im netz.

was sind comicblogs?

eine besonderheit in der entstehung und entwicklung des webcomics stellt das sogenannte comicblog dar, das als weblog, also einer logbuchähnlich geführten website, seinen siegeszug im noch jungen 21. jahrhundert antrat. hier vermischen sich das traditionelle schreiben von tagebüchern, die begabung, comics zu zeichnen, und die unendlichen möglichkeiten des netzes zu den autobiografischen webcomics, den „comicblogs“, in denen sich leser zu wort melden und so einen digitalen meinungsaustausch anstoßen können.

technologische erweiterungen, vor allem die bereitstellung von unkomplizierten kommunikationswegen und eine veränderte wahrnehmung des webs, das zu einer größeren akzeptanz bei benutzern führte, sorgten für einen enormen anstieg von kreativen, die selbst inhalte veröffentlichen wollten, unter anderem auch im bereich der webcomics und comicblogs.

kategorie: comics · isla volante · publikationen