lagar

la gare

lagar steht hier sowohl für la gare – bahnhof wie eben für lagar, den wir uns als kuhhirte in den südlichen walliseralpen zubereitet haben. zucker in einem gefäss auf dem offenen feuer karamellisieren, frische kuhmilch dazu und fertig war die karamelle oder eben der lagar.

in der bildreihe lagar wollen wir diese zwei welten zusammenbringen und gegenüberstellen. wir bewegten und bewegen uns in beiden welten und sind doch in beiden fremd. als nicht bauernkinder auf der alp und am bahnhof als landbewohner in der stadt.

so hat, der genuss eines espressos im bahnhofbuffet und der verzehr von lagar auf einer weide an einem alpenübergang, von der schweiz nach italien auch einige gemeinsamkeiten. reisende ziehen an einem vorbei, sie reisen in die ferien, sie besuchen ihre familien oder gehen zur arbeit. ein ein fernweh kann durchaus aufkommen, auf alle fälle wird klar, hinter der bergkette hinter dem bahnhof ist auch ein leben, ein unbekanntes, spannedes, mühseliges und und… auf alle fälle lieben wir diese durchreisenden, die uns mit der welt verbinden oder uns wenigstens die gewisheit geben, dass es irgendwo noch etwas anderes gibt, dass es weiter geht.

selbstverständlich darf der kuhhirte, der cowboy nicht fehlen, immer hin den hut hatten wir, der schützte vor dem regen, war aber meistens ein ausgedienter hut eines erwachsenen. seltsam, dass uns diese cowboys immer wieder begegnen, aber mit uns und mit kuhtreibern in der amerikanischen prärie haben sie nichts gemeinsam. so cool, in ein zugsabteil passen die irgendwie nicht…

kategorie: geschrieben