das gibt es zu sehen

büren: das gibt es in der artis-galerie zu sehen

skulpturen von nick röllin und werke der bildermacher rittiner & gomez.

galerie artis
galerie – artis

rittiner & gomez
das thematische spannungsfeld der arbeiten von rittiner & gomez sind sowohl szenen aus dem alltag, wie die morgendliche fahrt im tram, als auch das sichtbar machen unterschiedlicher gefühlswelten wie melancholie und einsamkeit im kontext mit der modernen gesellschaft. gerade die auseinandersetzung mit diesen alltagssituationen, welche durchaus kritische gedanken zur zukunft beinhalten, unterstreicht die aktualität seiner bildergeschichten. im mittelpunkt seiner arbeiten stehen dabei immer das erzählerische und die authentizität. so erscheint seine künstlerische darstellung der protagonisten dem betrachter ungewöhnlich lebendig. selbst in der art der porträtmalerei festgehaltene figuren wirken nie eingefroren, sondern widerspiegeln die dynamik seiner arbeitsweise. rittiner & gomez werke, die zum grossen teil in acryl auf karton, oder auf leinwand gearbeitet sind und die gewählten monochromen bildsequenzen setzen zudem die handlung bewusst in den vordergrund. bildausschnitte, welche die handlung heranzoomen, die ungewöhnlich gewählte perspektive, und der sparsame einsatz von farbe treibt die spannung auf den höhepunkt. etwas ist geschehen, denkt man intuitiv.

der vorwiegend in schwarz-weisskontraste gehaltene bildausschnitt einer seiner mehrteiligen hauptwerke vermittelt das geschehene, ohne dass die tat selbst sichtbar wird. die stummen betrachter des unglücks erscheinen in fensterausschnitten des hintergrundes, wie auch direkt im vordergrund des bildes, dabei zieht uns die präsenz der figuren wie ein sog mitten ins geschehen hinein. diese bild im bild handlung und die anzeichen auf ein scheinbar parallel ablaufendes zeitgeschehen in den werken des künstlers rittiner & gomez irritieren den betrachter und machen ihn gleichzeitig zum stillen mitwisser. die bildsequenzen lehnen an die sprache der ernsthaften comicliteratur, der sogenannten sequentiellen kunst an, welche es mit sorgfältig ausgewählten stilistischen mitteln schafft, spannung aufzubauen und den betrachter unmittelbar in den prozess des geschehens mit ein zu beziehen. rittiner & gomez setzten in ihren arbeiten ihre beobachtungsgabe und ihr gespür für zwischentöne gekonnt ein. ihre kunst lebt von und mit den geschehnissen und den menschen im alltag ohne je alltäglich zu sein.

bieler tagblatt

artis galerie Büren a.a.

(mgt) – vom 3. bis zum 23. dezember 2011 öffnet die artis galerie in büren an der aare ihren raum für die künstler nick röllin, skulpturen-geschichten, beton und rittiner & gomez, bildermacher. die vernissage ist am 2. dezember um 18 uhr.

eine ganz besondere ausstellung präsentiert die artis galerie in büren an der aare während der adventszeit. bis zum 23. dezember öffnet sie ihen raum für die künster nick röllin und rittiner & gomez.

rittiner & gomez, die bildermacher aus spiez, setzen in ihren arbeiten ihre beobachtungsgabe und ihr gespür für zwischentöne gekonnt ein. ihre kunst lebt von und mit den geschehnissen und den menschen im alltag ohne je alltäglich zu sein.

über seine arbeiten schreibt nick röllin: „das theatralische meiner plastiken wirkt klassisch und ist der barocken “sculpture parlante” verwandt. ich erzähle geschichten, entwickle figuren und rollen. dabei suche ich jedoch nicht das ideale, nicht das grossartige oder allgemeingültige, sondern vielmehr das alltägliche, das mögliche.

gleichzeitig fühle ich mich dem cartoon oder comic verbunden. ich bin der überzeichnung meiner figuren nicht abgeneigt. und wie im cartoon spiele ich mit der wechselwirkung von bild und text/titel.

figur und raum
meine figuren stehen in verschiedenen räumlichen kontexten – sei es die kleine plattform hoch oben auf einer stele, der enge, geschlossene raum eines betonrahmens oder die weite, leere fläche eines tischs. diese räume bilden bühnenhaft die jeweilige (existenzielle, momentane, selbstgewählte, aufgezwungene,…) lebenswelt der protagonisten.

die figuren sind jedoch nicht frei, sondern verschmelzen mit ihrer umgebung. figur und raum – obschon formal stark kontrastierend – bilden eine skulpturale einheit.

das material
beton ist allgegenwärtig. ein material, das jeder und jede kennt. beton ist ein ökonomisches material, vergleichsweise günstig zu beschaffen und einfach zu verarbeiten. eine simple mischung aus kies, sand, zement und wasser.
beton birgt keine geheimnisse. ihm fehlt die raffinesse des kunststoffs, das edle der bronze, die reinheit des gipses, die wärme des gebrannten tons, die natürlichkeit des holzes. beton ist roh, hart und kalt – zum anschauen und zum anfühlen. erstarrte kälte. beton ist ein grobes material und vermag dennoch feinste formen und strukturen abzubilden.“

genchen.net

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