1000 zeichen

Installation l'art pour l'aar
100 zeichen – gasterntal

Ein Projekt der KünstlerInnen-Gruppe l’art pour l’aar

im Rahmen von KiK, Kultur in Kandersteg 2005 zum Thema „Bergwelten“

Die Natur im Berggebiet ist unzähmbar. Alljährlich donnern Lawinen in die Täler und hinterlassen umgerissene Bäume und mit Schutt bedeckte Alpweiden. Das Bewahren der Schutzwälder und des alpinen Kulturlandes ist mit grossem Aufwand verbunden.

In den Auenwäldern des Gasterntals hinterlässt der Luftdruck der Staublawinen ein chaotisches Bild: grossflächig leuchten aus dem Grün tausende schräg stehender und absterbender Erlen-, Birken und Weidenstämme. (Besonders augenfällig in der Gefahrenzone „Silleregrabe“ im unteren Gasterntal).

Zeichnen mit 1000 Latten

Jeden Winter stürzen Lawinen vom Hockenhorn auf die Alp Howide zuhinterst im Gasterntal. Dort überdeckt die KünstlerInnen-Gruppe l’art pour l’aar mit 1000 Latten die Form eines Lawinenkegels, wie er im Frühjahr noch auf der Weide lag. Die schräg stehenden Latten erinnern an die fragilen Schutz- und Auenwälder des Gasterntals, die den Naturgewalten der Bergwelt ausgesetzt sind.

Die Alpschaft Howide hat eine Weide für das Projekt zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung werden die KünstlerInnen von l’art pour l’aar im kommenden Frühjahr einen Tag lang mithelfen, das Kulturland von Lawinenschutt zu säubern.

Am Projekt 1000 Zeichen sind beteiligt:
Mercedes Capdevila / Christoph Flück / Michel Jaussi / Iris Krebs / Rittiner & Gomez / Nick Röllin / Heinz Stähli / Peter Stähli / Adolf Urweider / Hansueli Urwyler

künstler im gasterntal   / Berner Oberländer

1000 Latten wirken als Mahnmal

Am Kunstevent KiK (Kunst in Kandersteg) arbeiten die Künstschaffende im Gasterntal.Dort wird am bestehenden Skulpturenpfad gearbeitet. An einem ungewöhnlichen Projekt jedoch arbeitet die Gruppe l’art pour l’aar.

L’art pour l’aar ist eine Künstlergruppe, die sich für den Alpenraum engagiert. In den Neunziger Jahren machte diese mit grossen Kunstaktionen im Grimselgebiet gegen ein geplantes Grosskraftwerk von sich reden. Im Gasterntal stehen für die Künstlergruppe die Lawinen im Vordergrund ihrer Arbeit.

Wo Lawinen niedergehen

Zuhinterst im Gasterntal, auf der Alp Howide, wo jeden Winter vom Hockenhorn die Lawinen niedergehen, formt die Künstlergruppe mit 1000 Latten einen Lawinenkegel. Die Form entspricht dem Lawinenkegel, wie er im Frühjahr noch dort zu sehen war. Die schräg – und wie unter grossem Luftdruck – stehenden Latten mahnen an den fragilen Schutz- und Auenwald des Gasterntals.

Die Alpschaft Howide hat für das Projekt die entsprechende Alpweide zur Verfügung gestellt. Als Gegenleistung werden die Künstlerinnen und Künstler von l’art pour l’aar einen Tag lang mithelfen, die Alpweiden von Lawinenschutt zu säubern.

Sylvia Loretan / Berner Oberländer 8. Juli 2005

l’art pour l’aar

kategorie: projekte